Sein Einfluss zeigt sich immer dann, wenn Liebhaber elektronischer Musik seinen Namen verwenden, um einen bestimmten Stil zu beschreiben: den Neelix-Sound. Und das aus gutem Grund, denn es ist äußerst schwierig, diesen Künstler einem klaren Genre zuzuordnen. Da ist die melodische Eingängigkeit von Trance, der treibende Schwung von Progressive House und die rockige Kante von Electro – doch das Gesamtbild ist mehr als die Summe seiner Teile. In dieser Hinsicht hat der Sound von Neelix in den letzten zehn Jahren viele Produzenten inspiriert, doch seine dynamische Eleganz wurde von keinem erreicht. Das erklärt wiederum die außergewöhnlich hohe Popularität seiner Live-Shows.
Die Grundlagen dessen, was heute als Neelix-Sound bekannt ist, wurden 2005 gelegt, als Henrik Twardzik aus Hamburg sein zweites Album „No Way To Leave“ veröffentlichte. Dieses Werk machte deutlich, dass der Produzent den Weg der Selbstfindung verlassen und den Weg der Innovation eingeschlagen hatte. Einen sehr steilen Weg, wie die beeindruckende Entwicklung von Neelix in den darauffolgenden Jahren zeigte. Seine energiegeladene Party-Musik machte ihn zu einem Publikumsliebling auf Progressive-Trance-Events weltweit, alle seine Alben auf SpinTwist Records waren in kürzester Zeit ausverkauft, und schon bald erregte sein Talent auch die Aufmerksamkeit anderer Szenen.
Irgendwie schafft es der Mann mit der ikonischen Brille immer wieder, Grenzen zu verschieben – innerhalb eines einzelnen Tracks, während eines Live-Sets und im Laufe seiner gesamten Musikerkarriere. Im Jahr 2014 trat er auf großen Partys und Festivals auf allen fünf Kontinenten auf, darunter Boom, Universo Paralello und Tomorrowland. Die Musik von Neelix findet sich in den CD-Taschen unzähliger DJs, in Filmproduktionen und auf renommierten Labels wie Paul Oakenfolds Perfecto Records. Trotz seines scheinbar endlosen Tourplans arbeitet er weiterhin an neuer Musik; eine Reihe neuer EPs wurde bereits auf seinem langjährigen Label SpinTwist angekündigt. Tatsächlich spiegelt sich der Charakter von Neelix perfekt in seinem eigenen Sound wider: Man denkt, man habe den Höhepunkt erreicht – doch es kommt immer noch mehr.